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Pavillon Strudel Badenfahrt 2007
Das Entwerfen von temporären Räumen zwingt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem einfachen und experimentellen Bauen. Die Herausforderung besteht darin, die Dinge räumlich, konstruktiv und materialmässig so zu fügen, dass das Ganze charmant, poetisch und trotz begrenzter Mittel wertvoll wird.
An der Badenfahrt vom 17. bis 26. August 2007 betreibt der Kulturverein Baradore den zweistöckigen Pavillon STRUDEL beim Tränenbrünneli im Festgebiet Wasserwelten - am tiefstgelegenen Platz des ganzen Festgeländes. Einem Strudel gleich werden die Gäste hinuntergezogen, angelockt von der Musik oder vom Duft des feinen Essens. Jeden Abend finden Livekonzerte statt. Es wird gesungen, getanzt und gelacht. Der STRUDEL findet auch kulinarisch statt: mit Fleisch-, Gemüse- und Apfelstrudel.
Der Kulturverein Baradore wünscht sich einen aussergewöhnlichen und auffallenden Pavillon, der aber in allen Aspekten dem Temporären Rechnung trägt: er soll nachhaltig sein, also die Materialien sollen wiederverwendbar sein, er soll den Ort prägen, er soll günstig sein. Während die Baukosten tief sein müssen, darf der Montageaufwand durchaus grösser sein, der Aufbau im Selbstbau des Vereins soll bereits die Einstimmung in das grosse Fest sein.
| Projekt | Pavillon Strudel Badenfahrt 2007 |
| Kurzbeschrieb | Temporärer Festpavillon |
| Form | Neubau |
| Nutzung | Kultur |
| Bauherrschaft | Kulturverein Baradore |
| Ort | 5400 Baden |
| Auftragsart | direkt |
| Zeitraum | 2007 |
| Bauzeit | 14 Tage |
| Standzeit | 10 Tage |
| Abbau | 4 Tage |
| Konzept | Stoos Architekten AG, Ivo Rölli Steiesel Werkstatt Baden |
| Bauingenieurwesen | Matthias Bechter, MWV Bauingenieure AG Baden |
| Ausführung | Kulturverein Baradore |
| Grafik Design | Tina Wernli Zürich |
| Auszeichnung | Spezialpreis Badenfahrt, Schweiz Prix Lignum 2009 |
| Bild | Reinhard Zimmermann Baar |