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Staatliche Pestalozzistiftung Kloster Olsberg
Das älteste in der Schweiz bekannte Zisterziensenkloster (Gründung 1236) ist seit 1860 ein kantonales Schul- und Erziehungsheim für Buben.
Auf der Grundlage eines Architekturwettbewerbs wurde die Anlage von 1983 bis 1995 in geduldiger Arbeit erneuert. Pièce de résistence waren die Arbeiten am Konventgebäude. Dem arg verbauten und gebeutelten Stiftgebäude wieder seine Ausstrahlung und Würde eines historischen Denkmals zurückgeben und für heute adäquate und fördernde Räume für eine Heimerziehung und Wohnen im Heim zu gestalten war die architektonische Aufgabe.
Die baulichen Eingriffe richten sich in ihrem Mass nach der vorhandenen Bausubstanz und der Qualität der Räume. In dieser Hinsicht war das Gebäude nicht einheitlich. Die Eingriffe gingen von sanften Sanierungen, baulichen Aushöhlungen bis zu anspruchsvollen denkmalpflegerischen Restaurationen.
Die typischen, ursprünglichen zisterziensischen Raumstrukturen sind wieder erlebbar und erfassbar gemacht. Es ist erstaunlich wie selbstverständlich eine Symbiose von heutigen funktionellen Anforderungen mit den Gegebenheiten der klösterlichen Raumstruktur erreicht werden konnte. Die frei kombinierbaren Möbel für die Buben wurden mit den Erziehern neu entwickelt. Das Gebäude beinhaltet heute Schulräume, Verwaltung, Gemeinschaftsräume, zwei Wohngruppen für Buben und Betreuerwohnungen.
| Projekt | Staatliche Pestalozzistiftung Kloster Olsberg |
| Kurzbeschrieb | Ausbau Stiftgebäude, Neubau Personalhaus, Gärtnerei, Sportanlagen |
| Form | Neubau, Erweiterung, Umbau, Sanierung |
| Nutzung | Heim, Arbeit, Sport |
| Bauherrschaft | Kanton Aargau |
| Ort | 4305 Olsberg |
| Auftragsart | Wettbewerb 1. Preis |
| Zeitraum | 1982 |
| Leistungsphasen | alle |
| Bild | Heinrich Helfenstein Zürich |